Horizontalschnitt durch die rechte Hemisphäre eines menschlichen Gehirns. Mediale Seite links, laterale Seite rechts. Beschriftungen beziehen sich auf lokale Besonderheiten der Hirnrindenstruktur (= Zytoarchitektonik), z.B. Breite ihrer Schicht IV, die die Abgrenzung distinkter Kortexareale ermöglichen.


Frontalschnitte durch die Hemisphäre eines menschlichen Gehirns mit der Identifizierung verschiedener Hirnrindenareale durch Beurteilung des Aufbaues der Rindenschichten, ihrer Ausprägung und ihres Zellreichtums. Brodmann unterstreicht z.B. das Wort “zellarm” in der Beschriftung dieser Skizze. Diese komplexen mikroanatomischen Unterschiede in den Schichten der Hirnrinde stellen die methodische Grundlage für Brodmanns Einteilung des Kortex dar. Dieser Aspekt der Hirnrindenmorphologie wird als Zytoarchitektonik bezeichnet.


Lateral- und Medialansicht der linken Hemisphäre einer nicht identifizierbaren Spezies. Durch farbige Markierungen sind Teile des Riechhirns (Rot und Blau = Regio praepiriformis, grüne Kreise = Tuberculum olfactorium) und der allokortikalen Areale um dem Hippocampus (grüne Schraffur = Regio entorhinalis und Parasubiculum) und der allokortikalen Areale um dem Hippocampus (CA = Cornu Ammonis des Hippocampus, gelbe Schraffur = Praesubiculum, grüne Schraffur = Parasubiculum) hervorgehoben.


Diese Zeichnung zeigt eine Ansammlung unterschiedlicher graphischer Symbole, wie sie Brodmann für die Markierung der verschiedenen Großhirnrindenareale in seinen Hirnkarten benutzt hat. Die Bleistiftskizze außerdem stellt eine Nervenzelle (= Neuron) mit ihren Zellfortsätzen dar. Es handelt sich um eine sogenannte Pyramidenzelle mit ihrer Verbindung (= Synapse) zu einer anderen Nervenzelle. Der synaptische Kontakt wird durch den efferenten Fortsatz (= Axon) der Pyramidenzelle ermöglicht, die zudem viele andere Neurone erreicht (nicht dargestellt). Die zahlreichen weiteren Fortsätze der Pyramidenzelle mit ihren Verzweigungen sind die Dendriten der Pyramidenzelle, die ankommende Informationen von anderen Nervenzellen verarbeiten und zum Zellkörper hinleiten (= afferente Fortsätze). Die Diagnose „Pyramidenzelle“ wird durch den typischen, verbreiterten Ursprung des aufsteigenden Hauptdendriten (= apikaler Dendrit) am Zellkörper ermöglicht, den Brodmann in seiner Skizze dargestellt hat.

 

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